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Clostridoides difficile ist ein grampositives, obligat anaerobes, fakultativ pathogenes Stäbchenbakterium, welches in Anwesenheit von Sauerstoff Sporen bildet. Diese sind gegen Austrocknung, Hitze und viele Desinfektionsmittel resistent. Im Kolon angelangt wird die Vermehrung durch eine gesunde Darmflora und, wie 2011 in Nature veröffentlicht, durch Nitrosylierung des Clostridiumtoxins gehemmt. 1)Savidge, T., Urvil, P., Oezguen, N. et al. Host S-nitrosylation inhibits clostridial small molecule–activated glucosylating toxins. Nat Med 17, 1136–1141 (2011). https://www.nature.com/articles/nm.2405#citeas
Die Entzündung des Darms entsteht erst nach einer massiven Ausbreitung des Bakteriums und nicht durch die bloße Anwesenheit, sondern durch die gebildeten Toxine.

Für wen ist C. difficile gefährlich?

  • Menschen, die in den letzten 8 Wochen eine Antibiotika-Behandlung erhalten haben
  • Ältere Menschen
  • Immunsupprimierte
  • Krankenhauspatienten

Risikofaktoren bei C. difficile Infektionen

  • Alter über 65 Jahre
  • regelmäßige Einnahme von Immunsupressiva und/oder nicht-steroidaler Antirheumatika
  • Protononenpumpeninhibitoren (PPI)
  • darmschädigende Chemo- oder Radiotherapie 
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • chronische Nebenerkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • stark geschwächtes Immunsystem

Symptomatik von CDI

Darmentzündung mit Durchfall und gegebenenfalls Krämpfe und Fieber. Bei schweren Verläufen führt die Infektion zu pseudomembranösen Colitis mit evtl. folgenden toxischen Megacolon. Durch nachfolgende Sepsis besteht akute Lebensgefahr.

Besonders befallene Orte

  • Altersheime
  • Krankenhäuser
  • Öffentliche Bäder
  • England ist im europäischen Raum besonders betroffen
  • USA ist weltweit am stärksten betroffen

Behandlung

  • leichte Verläufe: Metronidazol
  • mittelschwere Verläufe: Vancomycin
  • schwere Verläufe: stationäre Behandlung
  • bei Rückfällen: Vancomycin + Metronidazol + auslaufende Behandlung mit Vancomycin
  • bei immer wiederkehrender CDI: Stuhltransplantation
  • zusätzlich kann die chirurgische Behandlung von Nebenerkrankungen wie toxisches Megakolon erforderlich sein

Wie gefährlich sind C. difficile Ribotypen?

Seit 2001 breitet sich ein neues Ribotyp (RT) aus, das für viele der schweren Verläufe und Ausbrüche in Europa, Nordamerika und anderen Teilen der Welt verantwortlich ist: RT027. Dieser Stamm ist Hypervirulent und scheint hinter der Zunahme von Inzidenz und Mortalität zu stecken.

Neue C. difficile Stämme werden jedes Jahr weltweit entdeckt, so auch in Deutschland. Diese entwickeln sich hier oder werden aus anderen Ländern importiert. In den benachbarten Ländern Polen und Tschechien gibt es schon wissenschaftlich ausgewertete Ergebnisse zu hohen Transmissionstendenzen, erhöhter Pathogenität sowie neue Resistenzmuster.

„Ein Stamm, dem in Zukunft auch hierzulande eine größere Relevanz zukommen könnte, ist der RT176.“

RKI 3)Robert Koch-Institut Epidemiologisches Bulletin Nr. 10https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/10_17.pdf?__blob=publicationFile

Dieser Ribotyp bildet sowohl Toxin A als auch Toxin B. Vorhanden ist auch die binäre Toxinbildung, die zum Zelltod führt. Auch in anderen hypervirulenten Stämmen wurde diese binäre Toxinbildung nachgewiesen.
Die Zahl der neuen Ribotypen begrenzt sich allerdings nicht auf die o.g. zwei. Mindestens weitere zehn werden mit einer erhöhten Pathogenität assoziiert.

Die zunehmende Gefährlichkeit dieses Bakteriums zusammen mit den erhöhten Resistenzmustern verdeutlicht die Relevanz von langfristigen Bekämpfungsmaßnahmen.

Wie schütze ich Patienten und Personal vor CDI?

Vorausgesetzt alle Mitarbeiter der Einrichtung sind gesund und weisen keine der Risikofaktoren auf, kann man sich auf die Bedürfnisse der Patienten fokussieren. Beim Auftreten von vereinzelten und sporadischen CDI gibt es keine Meldepflicht 4)Hygienemaßnahmen bei
Clostridioides difficile-Infektion (CDI)
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/ThemenAZ/C/Hygiene_CDI_BGBL_62-7-2019.pdf?__blob=publicationFile
. Da allerdings die neuen Stämme infektiöser sind und verstärkt unter Beobachtung stehen, werden die Verantwortlichen im Gesundheitsbereich dazu angehalten keinen Fall zu unterschätzen.
Krankenhäuser und Altersheime pflegen Menschen, die meistens mehr als zwei Risikofaktoren aufweisen und auf engem Platz untergebracht werden. Gerade Altersheime standen in den letzten Jahren überdurchschnittlich oft in der Kritik aufgrund von mangelnden Ressourcen, Personal und Hygiene.

Welche Empfehlungen gibt es seitens der Institute?

  • Isolation
  • Sperre für neue Aufnahmen
  • vermehrte chemische und thermische Reinigung von Oberflächen, Gegenständen, Textilien einschließlich Matratzen und Kissen
  • gesonderte sanitäre Anlagen oder Nasszellen im Zimmer 5)https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Erreger_ausgewaehlt/Clostridium/Clostridium_pdf_08.pdf?__blob=publicationFile
  • Händedesinfektion und anschließendes Händewaschen mit Seife
  • persönliche Einweg-Schutzausrüstung auch für Besucher
  • nach Aufhebung der räumlichen Isolierung (48h nach Sistieren der Beschwerden) Durchführung einer umfassenden Abschlussreinigung und Schlussdesinfektion
  • die Desinfektionsmittel müssen nicht nur bei C. difficile, sondern auch bei dessen Sporen wirksam sein

Es muss damit gerechnet werden, dass diese Maßnahmen zu wirtschaftlichen Verlusten führen. Je zielgerichteter und effektiver die Maßnahmen sind, desto nachhaltiger sind sie.

Unsere Empfehlung gegen C. difficile

Wir empfehlen eine regelmäßige Oberflächen- und Luftdesinfektion ohne Chemikalien und umweltschonend mit den Geräten von AIRsteril®.
Die Wirksamkeit beruht auf der Zusammenarbeit zweiwelliger UV-Licht und photokatalytischer Oxidation. Zusätzlich wird Ozon produziert, welches sich auch als potentes Desinfektionsmittel erwiesen hat.
Unser stärkstes Gerät MP100 wird in Krankenwagen, in OP-Sälen und Laboren zur Dekontamination von Luft und Oberflächen schon jahrelang erfolgreich angewendet. Dieses Gerät ist für den Kurzzeitbetrieb in nicht genutzten Räumen gedacht.

Für den konstanten Betrieb in genutzten Räume bietet AIRsteril® eine breite Palette an Geräten für alle möglichen Räumlichkeiten an. Besonders wichtig ist die Verträglichkeit für Asthmatiker und die Reinheit der Luft.

Informationen zur Sicherheit und wissenschaftlichen Studien zur geprüften Wirksamkeit können hier nachgelesen werden.

Eine einmalige, nicht besonders hohe Investition führt dazu, dass die laufenden Kosten gesenkt werden und die Attraktivität der Einrichtung gesteigert wird. AIRsteril®-Geräte brauchen keinen Filter und keine professionelle Reinigung, da Mikroorganismen und organische Partikel effektiv beseitigt werden.

Selbstverständlich bieten wir auch eine persönliche Beratung an.

beratung@airsteril.shop

Quellenverzeichnis:    [ + ]

1.Savidge, T., Urvil, P., Oezguen, N. et al. Host S-nitrosylation inhibits clostridial small molecule–activated glucosylating toxins. Nat Med 17, 1136–1141 (2011). https://www.nature.com/articles/nm.2405#citeas
2.https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41360/Intensivmedizin_C_difficile_auch_in_der_Luft.htm
3.Robert Koch-Institut Epidemiologisches Bulletin Nr. 10https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/10_17.pdf?__blob=publicationFile
4.Hygienemaßnahmen bei
Clostridioides difficile-Infektion (CDI)
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/ThemenAZ/C/Hygiene_CDI_BGBL_62-7-2019.pdf?__blob=publicationFile
5.https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Erreger_ausgewaehlt/Clostridium/Clostridium_pdf_08.pdf?__blob=publicationFile