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Pflegeheime sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft und heutzutage nicht mehr wegzudenken. In einer Ära, in der Familien immer kleiner werden und die Anzahl der allein lebenden Menschen und das Durchschnittsalter der Bevölkerung stetig wachsen, erweisen sich alle Arten von Pflegeheimen für viele als die einzig mögliche Lösung für Pflegebedürftige.

Das Ziel der Pflegeheime

ist, wie der Name schon sagt, ältere, kranke oder pflegebedürftige Menschen zu pflegen: sich um sie zu kümmern und manche Verantwortungen und Aufgaben zu übernehmen. Dabei soll die Würde des Menschen bewahrt und das Gefühl der Selbständigkeit und Selbstbestimmung gefördert werden. Senioren und Pflegebedürftige dürfen nicht der Schatten der Gesellschaft sein und nicht als namens- und gefühlslose Individuen behandelt werden.

Wenn wir als (noch) jüngere und nicht pflegebedürftige Generation unseren Respekt, unsere Liebe und Verantwortung durch Pflegeeinrichtungen zeigen, verhalten wir uns nicht nur sozial und korrekt. Wir legen die Basis für die Zeit, in der wir selbst auch in dieser Situation sein werden.

  • Welches sind die Bedürfnisse der Heimbewohner?
  • Wo liegen die Schwächen der Einrichtung?
  • Was trägt zu einer höheren Lebensqualität bei?
  • Wie kann man als Anbieter eine attraktive Einrichtung werden?

Es ist bekannt, dass Menschen, unabhängig von Alter, Kultur und Background, auf eine sichere und vertraute Umgebung angewiesen sind. Dieses Bedürfnis ist in jungen Jahren und im Rentenalter besonders stark ausgeprägt. Diese vertraute Umgebung wird durch gute und einfühlsame Arbeit der Pfleger und Assistenten erreicht. Sie kümmern sich emotional und physisch um die Heimbewohner, versichern die lebenswichtige menschliche Nähe und ersetzen sogar die Familienliebe, die leider oft fehlt.
Auch die Umgebung ist entscheidend. Eine gepflegte Einrichtung mit Freizeitangeboten und der Möglichkeit, mit gleichaltrigen Zeit zu verbringen, sollte heutzutage selbstverständlich sein. Dadurch wird dem Verfall der kognitiven Fähigkeiten entgegengewirkt.

Die Sicherheit ist einerseits durch emotionale Bindungen, anderseits durch eine sichere Einrichtung gegeben.

Pflegeeinrichtungen sicherer machen. Wie?

Der erste Gedanke fällt vielleicht auf den Einrichtungsgrundriss. Stufen, Treppen, Geländer, Fenster, Türen, glatte Böden und kleine Fahrstühle: mögliche kritische Punkte, die bei der Planung genau beachtet und ggf. umgebaut werden müssen. Diese Gefahren sind auch von nicht geschultem Personal erkennbar und können mit natürlicher Logik mittels zusätzlichen Schildern, Signalen und Piktogrammen verbessert werden.
Die eigentliche Gefahr, durch die jedes Jahr tausende Heimbewohner leiden und sterben ist allerdings eine Unsichtbare. Heimtückisch und ansteckend führen Viren, Bakterien und Pilze zu regelmäßigen Krankheitsausbrüchen.

Infektionsausbrüche, Viren, Bakterien, Sporen und Rezidiven.

Dem Pflegepersonal sind Noro-, Rotaviren und C. difficile – Bakterien bekannt, aber leider sind fehlende Schulungen und falsche Hygienemaßnahmen der Hauptgrund für immer wiederkehrende Infektionen.

Durch eine Untersuchung im Jahr 2007/2008 vom Münchner Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) bezüglich Norovirus-Hygienemanagement in Pflege- und Seniorenheimen erfahren wir:

Nur die Hälfte der Einrichtungen verfügte über einen Hygienestandard „Norovirusmanagement“. Weniger als ein Fünftel der Hygienepläne war durch qualifiziertes Personal erstellt worden […] So ergab die Analyse unzureichende Kenntnisse der Übertragungswege (fäkal-oral, aber auch aerogen) […] Nur ein Fünftel der Heime setzte RKI-gelistete Mittel in viruzider Konzentration ein bzw. hielt diese Präparate für den Bedarfsfall bereit.“ 1)Link

Mit einigen kleinen Veränderungen in der Ausführung der schon vorhandenen Hygienemaßnahmen, einigen Implementierungen bei der Wahl der richtigen Desinfektionsmittel und besseren Schulungen bezüglich Übertragungswegen, würde man schon sehr viel erreichen.
Auch der moderate und sinnvolle Einsatz von Antibiotika würde dem schon belasteten Körper von Senioren Erleichterung bringen.
Multiresistente Spezies erschweren die Behandlung und führen zu vermehrten Rezidiven.

MRSA – Methicillin-resistente Bakterien

MRSA (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus) stellen in deutschen Krankenhäusern bis zu 15 Prozent der Staphylococcus aureus-Typen dar. Diese widerstandsfähigen Keime besiedeln gerne Hautoberflächen und Schleimhäute. Der Erreger kann auch auf Gegenständen wie Arztkitteln oder medizinischen Instrumenten lange überleben, deshalb sind strenge Hygienemaßnahmen notwendig.

„Strikte Hygiene-Empfehlungen, wie sie in Kliniken praktiziert werden, lassen sich in Altersheimen nur bedingt umsetzen“

Frau Dr. Wendt, Leiterin der Heidelberger Studie zu resistenten Erregern in Altersheimen 2)Link

Für Bewohner von Alters- und Pflegeheimen stellen MRSA ebenfalls ein Risiko dar. Aufgrund bestehender Krankheiten, offener Wunden (Dekubitus) sowie des Einsatzes einer Magensonde, weisen sie eine höhere Infektionswahrscheinlichkeit auf. Eine Übertragung von MRSA per Hautkontakt innerhalb des Heimes wird selten festgestellt. Nichtsdestotrotz müssen sowohl Mitarbeiter als auch Bewohner geschützt werden.

Hygiene und Isolation sinnvoll?

Hygiene: ja, immer!
Isolation: ja, aber leider selten möglich.

Hygiene

Was Hygiene angeht, müssen meistens spezielle Viruzide benutzt werden, wobei im Falle des Norovirus Seife das Mittel der Wahl ist. So muss eine strikte Reihenfolge bei der Selbstreinigung der Pfleger beachtet werden. Nach der Anwendung von Desinfektionsmitteln muss nochmal Seife benutzt werden.
Auch alle Flächen, Böden und Textilien, inklusive Matratzen und Kissen müssen standardgemäß gereinigt werden.
Für Mitarbeiter und Angehörige müssen Einweghandschuhe, -masken und -kittel zur Verfügung gestellt werden. Wenn das Heimpersonal ordnungsgemäß geschult wird, müssen keine externen Firmen beauftragt werden. Das ist nicht nur in Punkto Kosten von Vorteil, sondern auch als Maßnahme bezüglich Zeitgewinnung und Vertrauenswürdigkeit wichtig. Die Reinigungs- und Entsorgungsarbeiten können sofort durchgeführt werden und die Heimbewohner müssen keine Arbeiten die von einrichtungsfremden Personen in ihrem Wohnumfeld durchgeführt werden, tolerieren. Die Einrichtung zeigt, dass sie sich gut um ihr Gebäude, Personal und ihre Bewohner kümmern kann.

Problematisch sind nicht nur Bakterien, Pilze und Viren, sondern auch die Bakteriensporen.

Diese sind z.B. im Falle von C. difficile DAS Hauptproblem. Sie sind sehr resistent und können mit gewöhnlichen Viruziden nicht beseitigt werden. Das gehäufte epidemische Auftreten von C. difficile Infektionen (CDI) ist nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in Alters- und Pflegeheimen meldepflichtig.
Die Therapie ist unkompliziert, dauert aber bis zu zwei Wochen und bei bis zu 20% aller Patienten treten Rezidiven innerhalb weniger Tage auf.
Des Weiteren sind CDI zwar für junge, gesunde Menschen nicht gefährlich jedoch hoch ansteckend. Das führt dazu, dass Träger längere Zeit unentdeckt bleiben.

Durchfallpatienten mit CDI müssen 2-3 Tage über die Durchfallerkrankung hinaus isoliert werden. Wichtig ist aber auch, dass Patienten mit gut therapierter bzw. überstandener CDI ohne Durchfälle nicht aus falsch verstandener Überprotektion isoliert und von sozialen Aktivitäten ferngehalten werden.“

Uniklinikum Saarland: 2012 – Empfehlungen für Altersheime 3)Link

Isolation

Isolation ist also auch in diesem Fall, wie bei vielen anderen Krankheiten, empfohlen. Warum ist sie aber in Alters- und Pflegeheimen nicht leicht umsetzbar?

Wie schon am Anfang erwähnt, brauchen gerade ältere Menschen Sicherheit, Liebe und menschliche Nähe. Eine Isolation von 14 Tagen könnten viele nicht verkraften. Es soll beachtet werden, dass ein Mensch, der schon 75 oder 80 Jahre gelebt hat, eine große Bürde an Erinnerungen, Freuden und Schmerzen mit sich trägt. Oft sind im Fall von Menschen, die in Deutschland oder anderen kriegsbelasteten Ländern aufwuchsen, gewisse Traumata vorhanden.
Bekannt ist auch, dass ein gutes Gemüt zu einer schnelleren Genesung führt.

„Ein Herz, das freudig ist, tut Gutes als Heiler.“

Sprüche 17:22 4)Link

„Wer glücklich ist, hat später mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger gesundheitliche Probleme“

Dr. Derek Cox – Director of Public Health at Dumfries and Galloway NHS 5)Link

Eine Isolation bedeutet auch ein Zimmer weniger für andere Bewohner, intensivere Pflege, einen erhöhten Desinfektionsmittelverbrauch und vielleicht sogar einen Neuaufnahmenstop. Die wirtschaftlichen Folgen dürfen also nicht außer Acht gelassen werden.

Wenn man das alles im Sinn behält, wird klar, dass man unbedingt Ausbrüchen vorbeugen und dabei die Unannehmlichkeiten für Senioren auf ein Minimum reduzieren muss. Wie?

Unsere Empfehlung gegen resistente Bakterien in Pflegeheimen

Wir empfehlen eine regelmäßige Oberflächen- und Luftdesinfektion ohne Chemikalien und umweltschonend mit den Geräten von AIRsteril®.
Die Wirksamkeit beruht auf der Zusammenarbeit zweiwelliger UV-Strahlung und photokatalytischer Oxidation. Zusätzlich wird Ozon produziert, welches sich auch als potentes Desinfektionsmittel erwiesen hat.
Unser stärkstes Gerät MP100 wird in Krankenwagen, in OP-Sälen und Laboren zur Dekontamination von Luft und Oberflächen schon jahrelang erfolgreich angewendet. Dieses Gerät ist für den Kurzzeitbetrieb in nicht genutzten Räumen gedacht.

Für den konstanten Betrieb in genutzten Räume bietet AIRsteril® eine breite Palette an Geräten für alle möglichen Räumlichkeiten an. Besonders wichtig ist die Verträglichkeit für Asthmatiker und die Reinheit der Luft.
Während der Benutzung dürfen Patienten und Personal im Raum bleiben, da die Geräte absolut sicher sind. Sie können sich als gute Lösung erweisen, wenn man eine Quarantäne und deren Nachteile umgehen möchte.

Informationen zur Sicherheit und wissenschaftliche Studien zur geprüften Wirksamkeit können hier nachgelesen werden.

Eine einmalige, vergleichsweise geringe Investition führt dazu, dass die laufenden Kosten gesenkt werden und die Attraktivität der Einrichtung gesteigert wird. Dadurch amortisieren sich unsere Geräte ausgesprochen schnell. AIRsteril®-Geräte brauchen keinen Filter und keine professionelle Reinigung, da Mikroorganismen und organische Partikel effektiv beseitigt werden. Unsere Geräte sind also selbstreinigend.

Selbstverständlich bieten wir auch eine persönliche Beratung an.

beratung@airsteril.shop

Die Corona-Krise und Hygiene in Pflegeheimen.

Die Corona-Krise hat noch einmal bestätigt, dass Vorbeugen besser als Behandeln ist. Außerdem, dass Alters- und Pflegeheime die absolut notwendige Extra-Aufmerksamkeit in Punkto Hygiene und medizinische Innovation brauchen.
Eine flächendeckende CoV-2-Testung käme zum jetzigen Zeitpunkt recht spät. Wie aus einem Artikel vom „Ärzteblatt.de“ vom 6. Mai 2020 hervorgeht:

„Wenn die inzwischen mehrfach geäußerten Wünsche von Politikern nach flä­chen­deckender Testung auf SARS-CoV-2 unter Bewohnern von Alten- und Pflege­heimen umgesetzt werden sollten, könnten das die hiesigen Labore bewältigen. Selbst für den Fall, dass kurzfristig hunderttausende von Tests anfallen würden, wäre die Kapazität vor­handen.“

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Obwohl schon seit Anfang der Epidemie gefordert, wurde den Alters- und Pflegeheimen wenig Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl genau sie die Risikogruppen beherbergen.

Prävention und Innovation den Älteren zuliebe.

Quellenverzeichnis:    [ + ]

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